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Privatarchiv


Seit Beginn meiner genealogischen Recherchen ist es mir wichtig, meine Forschungs-ergebnisse fachgerecht zu archivieren und zu verwalten. In den vergangenen Jahren habe ich so rund 800 einzelne Archivalien zusammengetragen. Diese umfassen mehrere Tausend Blätter. Den größten Posten stellen dabei Kopien von in staatlichen und kirchlichen Archiven liegenden Archivalien dar. Aber auch ein nicht unbeachtlicher Teil von Originaldokumenten aus Familienbesitz, die die Zerstörung Magdeburgs am 16.01.1945 überlebten, ordnen sich in meinem Bestand ein.

Aufgeteilt ist mein Privatarchiv in folgende Reposituren:

- Rep. A –   Geburtsurkunden / Geburts- und Taufeinträge
- Rep. B –   Eheurkunden / Eheschließungseinträge
- Rep. Ba – Familienregister - Württemberg -
- Rep. C –   Sterbeurkunden / Sterbe- und Begräbniseinträge
- Rep. D –   Bildarchiv (im Aufbau)
- Rep. E –   archivgerecht eingelagerte Originaldokumente
- Rep. F –   diverse Dokumente
- Rep. G –   Sonstiges

Wichtig für jeden Familienforscher ist neben dem Zusammentragen von Dokumenten auch die archivgerechte Lagerung derselben, damit sich noch mehrere Generationen an diesen erfreuen können. Oftmals lagern alte "Papiere" in irgendwelchen Schubladen oder wurden - nicht bösartig - in normale Klarsichthüllen gesteckt, ohne zu wissen, dass diese Weichmacher enthalten und somit das alte Papier angreifen und langfristig schädigen.

Die Originaldokumente, die sich in meinem Besitz befinden, habe ich einzeln in säurefreie Einlegemappen gelegt und sie dann in Archivkartons eingelagert. Bilder werden in Pergaminhüllen aufbewahrt. Archivalien aus Rep. D (Bildarchiv) und Rep. E (archivgerecht eingelagerte Originaldokumente) wurden vorher digitalisiert, damit sie so wenig wie nötig benutzt werden. Die zwei ältesten Originale sind ein Merianstich von um 1654 und eine Dissertationsschrift von 1670.

Der gesamte Bestand ist in einem Findbuch, welches auch ein Namens- und Ortsverzeichnis enthält, erfasst und garantiert somit einen schnellen Zugriff auf einzelne Dokumente.

Es lohnt sich, sich diese Mühe zu machen, denn zum einen findet man selbst das, was man sucht, und zum anderen muss man immer auch über seine eigene Zeit hinaus denken. Da jeder nach seinem System ordnet, ist es für jene, die später einmal die Unterlagen übernehmen, umso schwerer, den Bestand zu erfassen, wenn sie einen ungeordneten Nachlass vorfinden und nicht wissen, nach welchem System (wenn überhaupt!) hier sortiert wurde. Ein kontinuierlich geführtes Bestandsverzeichnis und das ordentliche Abheften bzw. Einlagern von Dokumenten bereitet nur am Anfang viel Aufwand und ist dann - wenn das Grundgerüst erst einmal steht - eine leichte Aufgabe. Ansonsten läuft man Gefahr, dass die mühsam zusammengetragenen Forschungsergebnisse in irgendwelchen Kartons auf dem Dachboden landen(ob privat oder einer genealogischen Gesellschaft), weil für das Verzeichnen der Bestände keine Zeit ist. So kann kein anderer Forscher von diesen Ergebnissen profitieren.

Im Übrigen ist es genauso wichtig, dass man die vorhandene Literatur in einer Liste erfasst, da man ab einer gewissen Anzahl von Büchern schnell den Überblick verliert und schließlich nicht mehr weiß, welche Bestände man überhaupt hat.

 

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