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Diverse Begebenheiten


Anna Catharina Rieckes tragischer Tod



Meine Obergroßmutter (6xUr-Großmutter) Anna Catharina Riecke, geb. Roelecke starb am 14.01.1757 eines tragischen Todes. Im Kirchenbuch der Gemeinde Hohendodeleben ist folgendes verzeichnet:

"... hier Morgens um 6 Uhr ist Fridrich Rieckens Ehefrau, Anna Cathr. Roeliken jämmerlich zu tode kommen. Sie stand gesund auf ging in die Küche, u. grud etw Stroh ein um Eßen hinein zu setzen. Es überfiel sie aber d. Jammer [alte Bezeichnung für Epilepsie], mit welchem sie schon lang behaftet gewesen, u. sie schlug mit dem Angesicht ins Feuer hinein, verbrandte an Kopf u. der einen Schulter so, daß sie nach½ Stund todt gefunden wurde. Gott sey ihrer Seele gnädig ..."

Sie wurde nur 47 Jahre alt, hinterließ ihren Ehemann und 2 Söhne.

[Quelle: Kirchenbuch Hohendodeleben]


Was alles passieren kann, wenn man Zeit sparen will...

Als mein Oberurgroßvater (7x Ur-Großvater) Johann (Hanß) Cupey sich am Freitag den 09. Juli 1756 von seiner Frau in Hohendodeleben verabschiedete, um sich auf den Weg nach Magdeburg zu machen, wusste noch keiner, dass sie sich nie wieder sehen werden ... .
Im Kirchenbuch steht:

"Den 8ten Jul: fiel sich in Magdeburg vor dem Kröcken Thor in einem Wirtshause in der Nacht aus einer Lucke vom Heubodten herunter so gleich auf der Stelle todt Hanß Cupey Halbsp[änner] hirselbst. Er logierte diese Nacht daselbst um morgens früh bey Zeiten von Roden Seen Heu abzuhohlen. Nach dem er also todt hirher gebracht u. vorher seciret worden, ist er .... mit einer Leichen Predigt beerdigt worden; Seines Alters 56 Jahr 2 Monat u. 2 Wochen."

Anmerkungen:
- "Kröcken Thor" ist das ehemalige Krökentor, welches als Stadttor zur historischen Stadtbefestigung Magdeburgs fungierte.
- "Roden Seen" ist der heutige Stadtteil Magdeburgs, Rothensee.

[Quelle: Kirchenbuch Hohendodeleben]


Heinrich Christian Wetteborn und der folgenschwere Besuch im Dorfkruge

Mein Obervater (5x Ur-Großvater) Heinrich Christian Wetteborn besuchte am 06.03.1811 den Dorfkrug in seinem Heimatort Hohendodeleben. Was danach geschah, erzählt das Kirchenbuch der Gemeinde Hohendodeleben:

"Den 8ten Maerz 1811 ... Mittags um 11 Uhr starb in No. 124 der gewesene hiesige Hirte Johann Heinrich Wetteborn, aus Doennstaedt [Dönstedt] gebürtig, angeblich 55, namentlich aber 65 Jahre alt. Er hatte sich 2 Tage vorher im Kruge so im Trunke übernommen, daß er ganz sinnlos gewesen, und man in diesem Zustande von ruchlosen Menschen so behandelt daß dadurch sein Tod veranlaßt worden. Der Vorfall wurde dem Friedensgerichte angezeigt, weil aber der Chirurgus Hl Zoller aus Niederndodeleben kaum Zeichen einer äußeren Verletzung an ihm wahrgenommen, so wurde die Sache nicht weiter untersucht und er nach geschehener Ansicht von mir und aufgenommener Urkunde den 11ten ej. beerdigt."

Er wurde 65 Jahre alt und hinterließ seine 2. Ehefrau und mehrere Kinder und Enkelkinder.

[Quelle: Kirchenbuch Hohendodeleben]


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